Chantal WEIS

zertifizierte Trageberaterin

Wie tragen?

Das Baby hat im Bauch der Mutter einen runden Rücken, der sich, bis es eigenständig laufen kann, nach und nach aufrichtet. Eine gute Tragehilfe unterstützt dies und erlaubt dem Baby einen runden Rücken zu machen. Auch Kinder, die schon selbst sitzen, brauchen den Halt und die Rundung in der Tragehilfe.

Um eine optimale Hüftentwicklung zu unterstützen sollten die Beine des Kindes angehockt sein, die Knie auf Bauchnabelhöhe und leicht gespreizt, ca 90°, bei Früh- und Neugeborenen weitaus weniger. Eine korrekte Anhock-Spreiz-Haltung ermöglicht auch einen runden Rücken zu machen.

Eine feste Bandage hält das Kind und leitet die Stöße, die durch die Bewegungen entstehen an den Tragenden weiter. Zudem hält und stützt sie auch den Tragenden, so dass Wirbelsäule, Bandscheiben und Beckenboden geschont und unterstützt werden. 

Eine Ausbeutelung soll ermöglichen, dass der Rücken sich runden kann. Das Kind soll im Tuch hocken und nicht sitzen, denn sonst trägt seine Wirbelsäule sein Gewicht. Es soll auch mit den Bewegungen des Tragenden mitgehen, mitschwingen und nicht reiten.

mit Blick nach vorne gebunden - so auf keinen Fall!
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Auf keinen Fall soll dass Kind mit dem Gesicht nach vorne getragen werden! So wird es ins Hohlkreuz gezwungen. Die Beine baumeln herum anstatt angehockt zu sein. Sein ganzes Gewicht lastet auf der Symphyse beziehungsweise den Hoden. Das Kind hat so euch keine Rückzugsmöglichkeit und ist den Reizen hoffnungslos ausgesetzt bis es vor Erschöpfung einschläft.

Oft wird aber so getragen, da die Eltern merken, dass das Baby mehr sehen und die Welt kennen lernen will. Das Baby beruhigt sich schnell, wenn es mit dem Gesicht nach vorn ins Tuch oder in die Tragehilfe gesetzt wird. Viele Hersteller werben mit dieser Trageweise!